Trägerwerk soziale Dienste

Bus des Landessprojektes "Demokratie auf Achse" machte in Demmin Station

 

 

 

 In Gruppen diskutierten die jungen Männer die politischen Themen, die sie bei der fiktiven Wahl vertreten möchten.

Leere Wahlversprechen sind nicht ihr Ding: Berufsschüler erproben sich auf der großen Politikbühne und fordern ein Mindestgehalt für Auszubildende.

Demmin.

"Die Löhne sind ein wichtiges Thema", schlägt ein junger Mann in der Runde vor. Er schildert, dass es gerade unter den Auszubildenden große Unterschiede gibt. "Einige von uns bekommen weniger als 300 Euro im Monat, andere kriegen das Doppelte", begründet er und seine Mitschüler nicken.

Diese Ungerechtigkeit soll es nicht länger geben, wenn es nach ihnen geht.

Und darum ging es am Dienstag an der Beruflichen Schule Demmin. Hier machte der Bus des Landesprojektes "Demokratie auf Achse" Station, deren Mitarbeiter die Auszubildenden in ein Planspiel einbezogen. 

Die jungen Männer wollen Kfz-Mechatroniker werden und durften sich als Politiker versuchen. Die Idee: Sie bilden in Gruppen fiktive Parteien, geben sich einen Namen, erarbeiten ein Wahlprogramm und verteidigen das gegen ihre Herausforderer. 

 "Wir hoffen, dass sie gut miteinander ins Gespräch kommen und dabei mal andere Meinungen hören", sagte Projektmitarbeiter Carsten Socke. Gerade im Jahr der Bundestagswahlen sei dieses Planspiel an Schulen sehr beliebt.


Das war auch der Gedanke von Schulsozialarbeiterin Marina Päper, die sich in Zusammenarbeit mit den Berufsschullehrern schließlich dafür entschied. Dass der Bus einen Tag vor dem Friedensfest in der Hansestadt gastierte, ist kein Zufall. Die Mitarbeiter werden auch heute vor Ort sein. "Auf diese Weise beschäftigen sich die jungen Leute mal auf andere Art mit Politik", meint Marina Päper.

Für sie war es spannend zu erleben, welche Probleme die Auszubildenden bewegen.
Die Löhne waren dabei nur ein Thema, allerdings eines, bei dem sich alle Parteien einig waren.

Sie forderten einen Mindestlohn für Auszubildende, der sich nur in der Höhe unterschied. Außerdem wünschten sie sich mehr Lehrer an den Schulen und eine Vereinheitlichung des Bildungssystems. 

Daneben waren andere Themen wichtig, so traten einige für die Legalisierung von Hanf ein. Auch bei den Namen zeigten sich die jungen Handwerker kreativ: Die "Deutsche Nachwuchsschrauber-Partei" konkurrierte mit "Wir oder Keiner" sowie "Das Blatt".

Nina Ramid griff beispielsweise steuernd ein, als einerseits niedrigere Steuern gefordert wurden, andererseits aber mehr Geld ins Bildungssystem investiert werden sollte. "Ihr müsst euch dann aber überlegen, woher dieses Geld kommen soll, wenn ihr die Steuern senkt", regte sie an.

Kontakt zur Autorin
j.otto@nordkurier.de

 

 

 

                   

     

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