Trägerwerk soziale Dienste

Ein Platz zum "Chillen" - Schulsozialarbeit am Demminer Goethegymnasium

Nordkurier | G. Herzberg

 

Anja Kirchhübel ist die Schulsozialarbeiterin am Demminer Goethegymnasium. Vor einigen Wochen hat sie hier ihr Büro bezogen.

FOTO: GUDRUN HERZBERG

 

Streit in der Schule, Mobbing sind auch Themen, die am Demminer Gymnasium auf der Tagesordnung stehen. Darum haben sich Lehrer und Schülerrat für eine Schulsozialarbeiterin stark gemacht. Nun hat es endlich geklappt, sie hat ihr Büro eröffnet.

DEMMIN. Die Wände sind noch kahl, das Büro spärlich eingerichtet. Anja Kirchhübel stellt sich gerade in den Schulklassen am Goethegymnasium vor. Das Trägerwerk Soziale Dienste hat für die Schule das Finanzielle für den Einsatz einer Schulsozialarbeiterin auf die Beine stellen können. "Mit dem Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes haben wir Gelder dafür locker machen können.

Diese Stelle wird also nicht vom Landkreis finanziert. Denn es gibt schon seit längerer Zeit eine Anfrage aus dieser Schule, so eine Stelle zu besetzen", sagt Susanne Wilken vom Trägerwerk in Demmin. Der Verband beschäftigt derzeit sechs Schulsozialarbeiterinnen. "Auch am Gymnasium gibt es Probleme, die die Schule mit den Kindern und Jugendlichen nicht allein bewältigen kann. Und der eine oder andere hat auch zu Hause Probleme und weiß nicht, wem er sich anvertrauen soll", meint die neue Schulsozialarbeiterin Anja Kirchhübel. Sie will für die jungen Leute da sein. Die Diplomsozialpädagogin hat vorher im Pflegekinderdienst gearbeitet. Für sie ist es ein neues Betätigungsfeld. Am Gymnasium in Demmin ist sie gerade dabei, ein Vertrauensverhältnis zu den Schülern aufzubauen. "Zunächst geht es darum, sich kennenzulernen. Das versuche ich spielerisch. Und ich stelle Fragen, was die Mädchen und Jungen bewegt", erzählt sie. Dabei haben schon einige schriftlich geantwortet, andere warten eher noch ab. Aber es gebe schon Anfragen, da beispielsweise Mobbing und Streit ein Thema seien. "Ich will die Schülerinnen und Schüler nicht unter Druck setzen, denn Leistungsdruck haben sie schon genug", sagt die 35 Jährige. Jetzt ist sie dabei, nach Wünschen der Schüler zu fragen. So möchte sie einen Raum mit einer gemütlichen Ecke einrichten, wo die Mädchen und Jungen chillen, sprich abhängen und sich "auskotzen" können.

Auch Gruppenarbeit will sie anbieten. Und ihr Büro müsse noch eingerichtet werden. Es soll ein Ort sein, wohin sich die jungen Leute mit ihrem Problemen wenden. Schulleiter Roland Heiden begrüßt es sehr, dass es am Goethegymnasium endlich eine Schulsozialarbeiterin gibt. "Sie wird auch an einem Gymnasium dringend gebraucht. Auch unsere Schüler haben familiäre Probleme, wo sie manchmal Hilfe von außen, von einer neutralen Person brauchen", sagt er. Anja Kirchhübel weiß auch, dass mit den neuen Medien übers Internet gemobbt wird. Auch solche Themen will sie mit den Schülerinnen und Schülern besprechen, Hilfe anbieten.

Kontakt zur Autorin dieses Artikels: g.herzberg@nordkurier.de

     

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