Trägerwerk soziale Dienste

Zum Einstieg gibt´s neue Möbel für die Zimmer

Demminer Zeitung

von Thoralf Plath

MALCHIN. Einladend wirk das Internat der Malchiner Berufsschule nicht eben, zumindest, solange man davor steht. Wie ein grauer Kasten steht das Haus da, der bröckelnde Putz ist auch Falk Stirner ein Dorn im Auge.

 "Die Fassade ist als nächstes dran, das bleibt so nicht mehr lange. Aber alles auf einmal geht halt nicht."

Stirner ist Landesgeschäftsführer des Trägerwerks Soziale Dienste, das seit gestern offiziell das Internat der Beruflichen Schule unter seinen Fittichen hat. Und es soll sich nun vieles zum Besseren wenden für die Berufsschüler, die hier wohnen. Nicht nur die Fassade. Stirner geht es zunächst und vor allem um die "inneren Werte", die Ausstattung der Zimmer für insgesamt 50 Lehrlinge, die Gestaltung der Gemeinschaftsräume:

"Wir haben schon ordentlich investiert", sagt er, "jedes Zimmer bekommt neues Mobiliar. Für die Berufsschüler ist das hier schließlich eine Heimat auf Zeit, sie sollen sich wohlfühlen."

Das war zuletzt ganz anders. Es habe erhebliche Probleme mit der Ausstattung und überhaupt dem baulichen Zustand gegeben, räumt Schulleiter Norbert Köhler ein.

"Unseren Berufsschülern hat es hier alles andere als gefallen, es gab ständig Beschwerden, da war Handlungsbedarf. Der ehemalige Betreiber wollte das Objekt ohnehin loswerden, so ergab sich diese Chance."

Den Einstieg des Trägerwerks soziale Dienste bezeichnet Köhler als glückliche Fügung: "An unserer Schule arbeiten bereits Sozialarbeiter vom gleichen Träger. Das ist optimal, Schule und Internat, das muss Hand in Hand gehen."

Ohne Internat geht es nicht in Malchin. Die Lehrlinge, die hier ihre Fachausbildung erhalten, kommen aus ganz Mecklenburg-Vorpommern, von Rügen bis Hagenow. Zuletzt wohnten viele schon in privaten Pensionen.

Köhler verspricht sich daher von der nun neu vergebenen Betreibung des Internats eine Stärkung des Berufsschulstandorts Malchin: "Da wird es jetzt im neuen Großkreis auch viele Diskussionen geben. Ich meine, dass Malchin als Standort Perspektive hat, gerade für die Ernährungsberufe. Da ist das Internat ein wichtiger Standortfaktor."

Das Trägerwerk hat die Immobilie bereits gekauft. Nebenan steht noch ein ehemaliges Wohnheim, und es steht leer. "Als Option zurErweiterung der Kapazität sehen wir das sehr wohl", sagt Stirner. "Aber eins nach dem anderen."

 

 

Norbert Köhler, Leiter der Beruflichen Schule Malchin, und Falk Stirner vom Trägerwerk Soziale Dienste, stoßen auf die neue Partnerschaft an – vor einem Bild von Nil Ausländer, eigens für das neue Internat gestiftet.

FOTO: PLATH

     

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