Trägerwerk soziale Dienste

Sharks vermitteln den Kindern Werte

Über einen harten Sport finden 40 Kinder und Jugendliche in der Siedenbollentiner Fußball-schule zu Fairness und gegenseitiger Achtung.

 

Demminer Zeitung | von Karl-Heinz Engel

SIEDENBOLLENTIN. Frohes Kinder und Jugendleben gegenwärtig in der Siedenbollentiner Schule: Neben einem Trainingslager der Fußballschule "Goli" veranstaltet das Lokale Aktionsbündnis mit dem Projekt "Toleranz fördern, Kompetenz stärken" ein Feriencamp.

Die 30 aus dem Kreis Demmin und zehn aus der Stadt Neubrandenburg stammenden Kinder und Jugendlichen aus zumeist schwierigen sozialen Verhältnissen sollen über das Sporttreiben mit allgemeinen Regeln des Zusammenlebens vertraut gemacht werden.

"Und das funktioniert. Wir machen die Erfahrung bereits seit vier Jahren", erläuterte Susanne Wilken, Regionalleiterin des Trägerwerks Soziale Dienste.

Zu danken ist das vor allem den Tollense-Sharks, ein Football-Verein aus Neubrandenburg. Dessen Trainer, Stefan Lehmann, weiht seine Schützlinge nicht nur in Technik, Strategie und Taktik des auf den ersten Blick raubeinigen Sports ein, sondern auch in eiserne Fairnessregeln. Respekt und Achtung gehören dazu und kameradschaftliches Verhalten. Dass jeder Sportler Grenzen zu erkennen und zu beachten hat ebenfalls. "Werte, die Kindern heute allzu häufig in Elternhäusern nicht mehr vorgelebt werden", weiß der schwergewichtige Footballtrainer. Beim Sport vermittele man sie.

Am Abend sprechen dann Sozialpädagogen vom Kreisdiakonischen Werk und Aussteiger aus der extremen Gewaltszene über Gefahren für junge Menschen, aus der Bahn zu rutschen.

 Auch einen pfleglichen Umgang mit Sprache mahnt Lehmann an. Ihn durchzusetzen, zeigt er sich durchaus nicht zimperlich. So werden dem, der sich mit "Gossendeutsch" nicht zurückhält, Liegestütze verordnet.

Unterm Strich haben Susanne Wilken und Stefan Lehmann die Erfahrung gemacht, dass ein solches Camp die Normen im Zusammenleben bei den jungen Leuten festigt.

Rainer Walter, Inhaber der "Goli"-Fußballschule, hat das ebenfalls beobachtet."Wir wohnen zusammen in der Schule. Ich lasse auf die Camp-Teilnehmer nichts kommen, betont Walter.

Landrat Siegfried Konieczny (Die Linke) sicherte den Organisatoren am Donnerstag bei einem Besuch zu, dass es auch im kommenden Jahr ein solches Camp geben werde. "Hier wird sinnvolle Arbeit geleistet. Dafür muss dannauch Geld da sein", sagte Konieczny.

Mit einem "Huddie" schwören sich Football-Spieler ein.

Auch die Siedenbollentiner Camp-Teilnehmer pflegen diesen Brauch.

Foto: Karl-Heinz Engel

 

 

 

 

 

     

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