Trägerwerk soziale Dienste

Demminer Zeitung vom 01. 04. 2011
von Gudrun Herzberg

Was macht eigentlich eine Schulsozialarbeiterin?

Probleme anhören und Konflikte lösen!

Maria Thiel ist Schulsozialarbeiterin an der Schule mit Förderschwerpunkt Lernen.

Es gibt Streit in der Klasse, eine Lesenacht soll organisiert werden, ein Fußballcamp wird vorbereitet. Um alle diese Dinge kümmert sich die Schulsozialarbeiterin.

 

Maria Thiel ist seit zwei Jahren an der Schule für Förderschwerpunkt Lernen in Demmin. Sie wird gebraucht. Immer wieder geht die Tür in ihrem Büro auf, die Mädchen und Jungen akzeptieren die junge Frau. Sie können mit ihr all ihre Probleme besprechen. Da sind auch Dinge dabei, mit denen sie mit ihren Eltern oder Lehrern nicht sprechen wollen. Da sind sie froh, dass jemand da ist, der sich ihre Probleme anhört, und vielleicht auch helfen kann.

Jeden Morgen ab 8 Uhr ist Maria Thiel für die Schülerinnen und Schüler da, am Nachmittag nutzen auch Eltern die Möglichkeit, mit ihr über Probleme mit den Kindern zu sprechen. "Da geht es in der Pubertät um den Machtkampf mit den Eltern. Die Eltern wissen oft nicht weiter, da freue ich mich dann, wenn ich Tipps geben kann", sagt die Sozialpädagogin. Auch in den Pausen kommen die Schüler, nehmen die Gesprächsangebote an. Da geht es bei einem Schüler um Gewalt. Er hat sich nicht im Griff und braucht soziales Training. Marie Thiel nimmt sich Zeit für ihn und gibt ihm Aufgaben. Dazu gehört beispielsweise Blumenkästen zu bepflanzen und sich dann auch darum zu kümmern. "Sie müssen spüren, dass sie wichtig sind, gebraucht werden", sagt Marie Thiel.

Schulleiterin Anne Toboldt freut sich, dass sie an der Schule so eine Kraft haben. "Wir haben ein gutes Verhältnis zueinander und sind mit ihrer Arbeit sehr zufrieden", lobt sie. So gibt es eine Vielfalt von Angeboten. Dazu gehören der Mädchen- und der Jungenklub, die Spielzeugausleihe, Lesenacht, Fußballcamp in Gravelotte.

 "Ich nehme in dieser Woche zum ersten Mal an einer Klassenfahrt mit teil", freut sich Maria Thiel, dass sie ins Lehrerkollegium mit einbezogen wird. Die 9. Klasse geht auf Tour nach Berlin und die Schule nutzt die Möglichkeit, die Schulsozialarbeiterin als Betreuerin mitnehmen zu können.

Maria Thiel gibt auch Unterstützung im Unterricht. "Wenn es Konflikte in der Klasse gibt, besprechen wir das mit der Schulsozialarbeiterin und beziehen sie so mit ein", sagt Schulleiterin Anne Toboldt. Auch Gesundheitserziehung etwa zum Thema Alkohol oder Berufsorientierung stehen bei Maria Thiel auf dem Plan. Sie hat sich an der Tür von außen einen Plan angebracht, wo jeder Schüler ankreuzen kann, wann er einen Termin bei der Schulsozialarbeiterin haben möchte.

 Erfahrungen kann Marie Thiel in der Arbeitsgemeinschaft Schulsozialarbeit im Landkreis mit anderen Kollegen austauschen. Sie selbst arbeitet für das Trägerwerk Soziale Dienste an der Schule mit Förderschwerpunkt Lernen. 

"Bis 2013 ist die Förderung gesichert für die Schulsozialarbeit", weiß Susanne Wilken vom Trägerwerk Soziale Dienste in Demmin. Das Trägerwerk hat fünf Schulsozialarbeiter. Dazu gehören die Berufssschulen Demmin und Malchin, die Pestalozzischule Demmin und die Schulen mit Förderschwerpunkt Lernen in Demmin und Altentreptow. Finanziert werden diese Stellen vom Jugend- und Schulamt sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Außer an den Grundschule und am Goethegymnasium seien die Schulsozialarbeiter an den Schulen schon gut besetzt, weiß Susanne Wilken. "Das Gymnasium bemüht sich aber auch, denn an den Schulen wurde inzwischen erkannt, dass die Schulsozialarbeiter eine wichtige Rolle spielen", so die Mitarbeiterin beim Trägerwerk Soziale Dienste. Auch der Schülerrat kümmert sich. Das Bündnis zwischen Schulsozialarbeiter und Lehrer an den Schulen sei sehr wichtig, wenn man etwas bewegen will. So gibt es beispielsweise an der Pestalozzischule Klasserleiterstunden.

Die Kreisgebietsreform stelle laut Susanne Wilken natürlich wieder einiges in Frage. "Wir wissen nicht, wie es dann weitergehen soll, aber wir wollen alle Stellen erhalten", sagt Susanne Wilken. Schließlich gebe es in allen Landkreisen unterschiedliche Finanzierungsmodelle.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

     

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